Das war er, der Laupener Elektro-Velo-Tag mit
HENEs Bikegalerie Wünnewil (TdS Prototyp E),
Sensesport Ruffieux, Wünnewil (BionX); velomichael, Düdingen (Flyer) und Sozialdemokratische Partei Laupen Es war ein Samstag wie viele andere, dieser 12. September 09: Frühherbst, die Sonne zu erahnen hinter dem Dunst, die Temperatur angenehm. Und doch fiel da etwas ins Auge. Alte und Junge, alle in gewöhnlicher Kleidung, flitzten durch das Stedtli. Richtig, sie flitzten, sie fuhren nicht bloss; denn sie sassen auf Elektro-Velos verschiedener Anbieter und verschiedener Bauart, deren Schub sie vornehmlich am steilen «Chäsistutz» hinauf nach Bramberg testeten. Und nicht wenige der Testpersonen kamen mit leuchtenden Augen zurück auf den Gemeindehausplatz, wo die Velogeschäfte HENEs Bikegalerie, Wünnewil, Sensesport Ruffieux, Wünnewil und velomichael, Düdingen, unter dem Patronat der Sozialdemokratischen Partei Laupen ihre verschiedenen Fahrzeugtypen präsentierten. In der improvisierten SP-Beiz nebenan wurden bei Wurst, Brot und wild schäumendem Bier die Vor- und Nachteile von Tretlager- und Nabenantrieb erörtert, die Kraft der neuen Akkus gelobt und darüber gestaunt, wie sich der Elektro-Velo-Markt in den letzten Jahren entwickelt hat. Bis um vier Uhr nachmittags hatten zwischen drei- und vierhundert Besuchende die zukunftsweisenden Fahrzeuge begutachtet.
U. Remund

Der Elektro-Velo-Boom E-Bikes sind im Trend. Als erstes Gefährt mit Elektro-Akku-Antrieb hat das Elektro-Velo die Tauglichkeit im Alltag erreicht. Das Geschäft boomt, dies vor allem beim Schweizer Hersteller Biketec, der mit seinem Flyer europaweit zum Branchenleader aufgestiegen ist und eben in Huttwil eine neue Fertigungsanlage bezogen hat. Alles ging erstaunlich schnell. Seit 1995 stellt Biketec in der Schweiz eigene Elektrovelos her. Zuerst wurden die Räder und ihre Fahrer eher belächelt. Inzwischen lächeln die Hersteller und die zufriedenen E-Bike-Besitzer. Die Idee, ein Velo mit Tretunterstützung zu bauen, das die Kraft des Fahrers mit einem Elektroantrieb ergänzt, hat sich durchgesetzt dank ausgefeilter Technik, leistungsfähigeren und leichteren Akkus, die einen Aktionsradius von 50 Kilometern pro Akku ermöglichen – und nicht zuletzt dank der Eleganz der heutigen Fahrzeuge. Diese Räder machen es weniger geübten Fahrerinnen und Fahrern möglich, auch schwere Radtouren sicher zu bewältigen. Oder längere Arbeitswege, für die man früher ein Motorrad oder ein Auto benötigte, mit dem E-Bike zu bestreiten.
Die Herzroute Der Schweizer Techniker und Inhaber des «Büros für Utopien Burgdorf», Paul Dominik Hasler, hatte eine Idee: Wie wäre es, wenn man quer durch die Schweiz eine Veloroute schüfe, die unser Land von seiner schönsten Seite zeigt? Er nannte seine Idee die Herzroute und machte sich an die Arbeit, suchte Mitstreiter, kundschaftete verkehrsarme und reizvolle Strecken aus, verwarf sie wieder, wählte andere, verhandelte mit Behörden und Landbesitzern und schuf so den ersten Teil der Herzroute, einen Weg über Eggen und Gräben, der an Schönheit seinesgleichen sucht: die 55 km-Strecke von Hasle-Rüegsau nach Willisau. Sie ist seit 2003 in Betrieb und sie ist ein Volltreffer. Im Jahre 2007 zum Beispiel bewältigten mehr als 8000 registrierte Leute die Strecke. Dies, obwohl das Streckenprofil sehr anspruchsvoll ist. Aber dank dem E-Bike-Mietservice an den Etappenorten schaffen die Strecke auch weniger leistungsfähige Fahrerinnen und Fahrer ohne Probleme. Im Endausbau wird die Herzroute vom Genfer- an den Bodensee führen, total 7000 Höhenmeter und 480 km Ferienprospekt-Schweiz. Ab nächstem Jahr soll eine weitere Teilstrecke dazu kommen und die Herzroute wird dann von Willisau bis nach Laupen führen; schöne Aussichten für Velobegeisterte – und eine gute Nachricht für das Laupener Gastgewerbe. Und eine Form von «Verkehrsbelastung», auf die sich unser Stedtli vorbehaltlos freuen darf.
Ueli Remund PDF zur Herzroute
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