
Der englische Rasen – aufwändig und tot
Ein top gepflegter englischer Rasen wird rund 16-mal im Jahr gemäht und ein- bis zweimal vertikuliert. Zusätzlich braucht er Dünger, und Pestizide sorgen dafür, dass kein Unkraut wächst. Bei Hitze und Wasserknappheit wird jedoch aus dem gepflegten saftig grünen Rasen in kurzer Zeit eine trostlos anmutende Steppe. Was für viele Menschen ein Dorn im Auge ist, lässt Insekten, Käfer und Vögel kalt. Egal ob saftig grün oder Steppe, der englische Rasen bietet für sie keine Nahrung.
Einfacher, billiger, bunter und der Natur nahe
Es gibt Alternativen, die weit genügsamer sind, so zum Beispiel Wildrasen, Kräuterrasen oder Blumenrasen. Alle drei Rasen brauchen weniger Wasser, kommen ohne Dünger und Pestizide aus, sind wesentlich pflegeleichter, hitzeresistenter, bunter und ein Paradies für Insekten und Käfer – und somit auch für Vögel eine willkommene Nahrungsquelle.
Einige werden jetzt denken, auf diesen Rasen kann man sich nicht mehr bewegen und spielen, wie auf einem englischen. Stimmt, wenn man Golf oder Krocket spielen möchte, denn diese Rasen sind nicht Millimeter, sondern einige Zentimeter hoch. Ansonsten kann man sich problemlos auf diesen Rasen bewegen und spielen, die Mischung aus robusten Gräsern und Blumen oder Kräutern ist erstaunlich trittfest. Aber Achtung, wenn man barfuss unterwegs ist, sollte man nach Bienen Ausschau halten.
Es ist weiterhin oder zunehmend mit langen Hitze- und Trockenperioden zu rechnen, ein Festhalten am englischen Rasen macht deshalb weder ökologisch noch ökonomisch Sinn.
Sehen wir es so: bunter ist lebendiger. Menschen, Insekten, Käfer und Vögel danken es dir.