Initiative AHVplus

     
     

Dieses Jahr stimmen wir über die Initiative AHVplus ab, vermutlich am 25.09.2016.

Vor allem von der Finanzindustrie wird unser Sozialstaat seit Jahrzehnten schlechtgeredet. Schon vor fünfzig Jahren sagte man zum Beispiel den nordischen Ländern und ihren Sozialeinrichtungen ein böses Ende voraus. Grund: Nicht finanzierbar. Aber fünfzig Jahre später zählen sie weltweit zu den erfolgreichsten Ländern!

Gleich ging es mit der AHV. 1948 beschloss der Schweizer Stimmbürger überraschend ihre Einführung. Und wieder die Unkenrufe von Seiten der Banken und Versicherer: zu teuer, nicht finanzierbar! Heute weiss man: Die AHV ist die schlauste soziale Einrichtung, welche man je beschlossen hat.
Aber das Gejammer geht weiter: Wegen der Überalterung der Gesellschaft sie die AHV bald einmal nicht mehr zu finanzieren. Fakt ist: Seit 1948 war deren Finanzierung nie ein Problem. Und mit einer massvollen Unterstützung durch Mehrwertprozente wird es auch künftig kein Problem sein.

Weshalb wird die AHV schlecht gemacht?

Einfacher Grund: Die Finanzindustrie verdient nichts an ihr, weil die Gelder nicht «angelegt» und «verwaltet» werden, sondern umgelegt. Die Arbeitenden finanzieren mit ihren 8,4 Lohnprozenten die AHV-Bezüger. Das Geld muss also nicht «arbeiten», sondern geht direkt von den Arbeitenden zu den Pensionierten. Fast nichts von dem eingezahlten Geld geht so verloren.
Bei den Pensionskassen ist das ganz anders. 6,4 Milliarden versickern jedes Jahr in deren Verwaltungen und im «Bewirtschaften» der Milliardensummen!

Zudem hilft die AHV beim Umverteilen des Reichtums: Gut Verdienende bekommen als AHV-Bezüger nicht mehr Geld als solche, die kleine Löhne hatten.

Und jetzt soll die AHV gestärkt werden, damit das Drittel unserer Bevölkerung, das keine oder nur eine schlechte Pensionskasse hatte, in Anstand leben kann.


Was will AHVplus?


AHVplus will die Altersvorsorge langfristig sichern, indem die AHV als wichtigste Säule gestärkt wird.

AHVplus verlangt eine generelle Anhebung der AHV-Renten um 10 Prozent. Dies entspricht einer Erhöhung der Rente von Alleinstehenden (bis 2350 Franken) um monatlich 117 Franken und der Ehepaarrente (bis 3525 Franken) um monatlich 351 Franken (Stand 2014).

AHVplus nützt vor allem auch den Frauen, die Teilzeit arbeiten oder wenig verdienen und deshalb später kaum von einer Pensionskasse profitieren werden.

Wir wollen unsere AHV stärken, weil:

  • die Rente heute für viele zu tief ist

  • die AHV-Renten den Löhnen hinterherhinken

  • die AHV sozial und gerecht finanziert ist

  • die AHV die sicherste Altervorsorge ist

  • die AHV den Frauen nützt und den Jungen hilft.


Wir müssen die Initiative unterstützen, auch wenn sie zeitlich ungünstig liegt wegen der vorgesehenen AHV-Revision (Altersvorsorge 2020).

Ueli Remund

  ahvplusD 

Download Broschüre AHVplus